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Wetterstation mit dem Raspberry Pi

Ein Raspberry Pi eignet sich für viele Projekte. Warum nicht eine voll funktionsfähige Wetterstation bauen, welche sogar auch eine Langzeitmessung der Wetterdaten durchführen kann.

Die günstigste Variante ist das eigenhändige Zusammenstellen und -bauen mittels einzelner Sensoren, welche über die GPIO-Pins am Raspberry Pi angeschlossen werden. Nicht jeder hat aber dazu die Lust, das Können oder das Equipment. Aus diesem Grund stelle ich euch hier eine Variante vor, die euch eine sehr gut Wetterstation mit Webseite und Langzeitarchivierung bieten kann.

Wetterstation mit Raspberry Pi bei uns im Garten

Was benötigen wir für das Vorhaben?
Ein Raspberry Pi Set (incl. Speicherkarte, Netzteil und am besten Gehäuse) und eine Außenwetterstation mit USB Anschluss.
Ich benutze für meine Wetterstation unter www.wetter-ockenheim.de eine auf WH1080 basierende Wetterstation. Dieses Modell wird von verschiedenen Herstellern angeboten und liegt zumeist im Preis von ca. 100 Euro. Eine Alternative wäre noch dieses Modell. Teuere Modelle wie z. B. WH3080 oder Davis Vantage Vue können natürlich ebenso verwendet werden. Wichtig ist nur, dass bei der Zentrale ein USB-Port verfügbar ist, der die Daten auslesen kann.

Es gibt sehr viele Wetterregeln,
trotzdem läßt sich kein Wetter regeln.

Erhard Horst Bellemann

Software

Als zweites benötigen wir natürlich noch etwas Software. Ich empfehle hier ganz klar WEEWX. Das OpenSource-Projekt gibt es schon sehr lange und wird immer noch stetig weiterentwickelt. Zudem lässt es sich mit Plugins erweitern und mittels diversen Themes auch aufhübschen.

Die Installation ist sehr einfach. Nach dem man sich das Programm herunter geladen hat, kann man dies mittels

dpkg-i weewx-XXX.deb

installieren. Sollten Fehler bezüglich fehlender Abhängigkeiten zu Programmen oder Libraries bestehen werden diese mittels

apt install -f

gelöst. Während der Installation führt euch die Software durch die wichtigsten Fragen. Wichtig ist nur, dass ihr den richtigen Typ eurer Wetterstation nehmt. Solltet ihr also ein ähnliches Modell wie ich bestellt haben, wählt ihr hier „Fine Offset“ aus. Das ganze Prozedere könnt ihr auch in diesem Video verfolgen.

Beispiel für eine Wetterseite mit Weewx

Sobald ihr dann die Zentrale eurer Wetterstation mit dem Raspberry Pi verbunden habt, könnt ihr die Software starten. Nach ein paar Minuten solltet ihr schon das erste Ergebnis sehen.

Die Daten werden auch direkt in eine SQLite-Datenbank geschrieben und dort für immer aufgehoben. Ich persönlich speichere diese Masse an Daten lieber in einer MySQL-Datenbank.

Wer möchte, kann diese Seite natürlich auch nach außen verfügbar machen. Dafür müsst ihr nur in eurem Router eine NAT-Weiterleitung auf die IP-Adresse eures Raspberry Pis einrichten.

Wenn ihr so eine Seite eingerichtet habt, postet diese doch einfach mal in die Kommentare unten.

Update 12.01.2019
Link zu den Wetterstationen aktuallisiert

4 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Hi,
    danke für den Artikel. Inzwischen scheint es eine neue Version der froggit WH1080 zu geben. irgendeine Idee ob die auch mit WeeWX läuft? Auf der Webseite sehe ich die nicht genannt.

    Antworten

    • Ich kann es auch nicht mit Sicherheit sagen, allerdings gehe ich davon aus, dass sie funktionieren wird. Das System ist ja grundsätzlich gleich geblieben.

      Antworten

  2. habe das schon mal eingerichtet, hatte aber das problem das sich alle paar Tage mal der usb port der station „blockiert“. dann muss ich die station neu starten und dann läuft es wieder. hab das auch mit google bei anderen gefunden dass das problem bekannt ist. hast du das auch?

    Antworten

    • Hi. Nein, das Problem hatte und habe ich nicht. Meine Station sowie mein Weewx läuft ohne Probleme mehrere Wochen durch. Neustarts habe ich nur durch Sicherheitsupdates auf Linux-Basis.

      Antworten

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