Proxmox Backup Server

Die Proxmox Server Solutions GmbH hat vor einiger Zeit ein neues Produkt auf den Markt gebracht: Proxmox Backup Server. Das sich noch in der Beta-Phase befindliche Produkt soll die interne Backuptechnologie der Virtualisierungslösung Proxmox VE massiv erweitern.

Vor ein paar Tagen habe ich bereits in einem YouTube Video einen ersten Blick auf die Software geworfen. Seit dem habe ich es auch im Einsatz. Die Konfiguration lässt sich anhand der Dokumentation (oder Video) sehr leicht vornehmen.

In einem der Kommentare zu meinem Video wurde auch direkt schon angemerkt, dass mit den neusten Updates eine Konfiguration des Speichers komplett über die Verwaltungsoberfläche möglich ist.

Sicherung auf FreeNAS Server

Mein Proxmox Backup Server ist als virtuelle Maschine auf meinem Homeserver installiert. Als Dateispeicher für die Sicherung der virtuellen Maschinen und LX-Container habe ich eine NFS Freigabe meines FreeNAS Systems verwendet. Damit ist auch eine saubere Trennung zwischen Betrieb und Backup gewährleistet. Auch wenn sich beide Systeme im gleichen Serverrack befinden.

Proxmox Backup Server Datastore Ansicht
Saubere Darstellung der Backups im Datastore

Nach jetzt einigen Tagen kann ich sagen, dass die Software stabil läuft und alle Backups sauber durchgeführt werden. Die Zeitpunkte alte Backups zu löschen sind zwar noch nicht gekommen, aber mittels geplanten Aufgaben wird auch dies automatisch erledigt.

Proxmox Backup Server Vorteile

Hier liegt übrigens ein großer Vorteil. Während man in Proxmox VE selbst nur die Anzahl an Backups bestimmen kann, lässt sich im PBS einstellen wie viele stündlichen, tägichen, wöchentlichen, monatlichen oder jährlichen Backups aufgehoben werden sollen. Dies zielt klar auf den Businessbereich, aber auch im Homelab lassen sich so mehrere Generationen und eine gewisse Versionshistorie realisieren.

Ein sehr spannendes Feature ist die Vorausberechnung ab wann kein Speicherplatz mehr zur Verfügung steht. Im Dashboard wird dies erstaunlich genau ausgerechnet. Ob diese Berechnung auch wirklich stimmt, werde ich in den nächsten Wochen feststellen. Eine Erweiterung des ZFS Dataset in FreeNAS wäre natürlich kein Problem.

Auf Twitter hatte ich auch bereits geäußert, dass ich vielleicht bei meinem NetCup Server (der Host dieses Blogs hier) wieder zurück zu Proxmox wechseln könnte. Derzeit nutze ich eine Docker Infrastruktur die mittels Traefik abgesichert ist. Mit Proxmox könnte ich, auch hier mittels Proxmox Backup Server, meine LX-Container oder virtuellen Maschinen erst einmal lokal sichern und anschließend per Sync-Job in mein Homelab spielen. Die Vertragslaufzeit der beiden Server spricht allerdings noch dagegen.

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